.reinoldi - mitten im leben

 persönliche Worte...

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Liebe Gemeinde von St. Reinoldi!

 

Ulrike und Martin Tulhoff möchten sich mit einigen persönlichen Worten von Ihnen in den „Ruhestand“ verabschieden.

„Im Pfarrhaus Stille Gasse 22 werden zurzeit unzählige Kisten gepackt. Ein Umzug steht an. In 34 Jahren sammelte sich einiges zusammen. Da muß man sich auch von Dingen trennen: Überflüssiges, aufgehobenes und so manches, was im neuen Zuhause keinen Platz finden wird.

Da sind die 4000 Dias, die einen Lebensabschnitt von 34 Jahren zeigen. Urlaubsbilder, Bilder von Familienfeiern in der Stillen Gasse und Bilder aus dem Gemeindeleben mit Menschen, mit denen man gearbeitet, gefeiert, gestritten, diskutiert, Glauben geteilt hat. Einige leben nicht mehr. Aber man spürt auch, was einem im Laufe der Jahre ans Herz gewachsen ist. Freundschaften haben sich entwickelt und Vertrauensverhältnisse und so manche gemeinsamen Arbeitsprojekte, die viel Spaß gemacht haben.
Wir – meine Frau und ich – schauen in diesen Tagen immer wieder auch zurück – so zwischen zwei Kisten. Weißt du noch? Auch für unsere Kinder bringen diese Vorgänge rund um den Umzug einige merkwürdige Gefühle hoch. Ja, die Kindheit in diesem Pfarrhaus war nicht immer leicht, aber sie sprechen auch gerne von Erfahrungen, die ihr Leben in besonderer Weise positiv geprägt haben. „Das haben andere Kinder nicht erlebt, was wir erlebten: die Gäste im Pfarrhaus aus der Partnergemeinde in Berlin oder aus der Partnerkirche in Sri Lanka…“ Beeindruckend waren wohl auch die Gäste an der Tür, die um Hilfe baten. Das und vieles mehr ist für uns Pfarrhausleben gewesen.

 

Im Abschiednehmen kennen wir uns aus: wenn andere aus der Gemeinde wegzogen und wir das sehr bedauerten, wenn andere für immer gingen, auch die eigenen Elternteile waren dabei.
14 Kolleginnen und Kollegen im Pfarramt teilten mit uns die Zeit in Heliand und Reinoldi. Zum Teil erlebten wir ihren Abschied in den Ruhestand oder ihren Wechsel in andere Arbeitsbereiche. Aber, wie man im Ruhrpott sagt: „Kollegen sind Kollegen, … auch ihr Abschied fiel nicht leicht. Aber so isses!“
Verabschieden musste ich mich auch von dem einen oder anderen Lebensentwurf, als ich im Juni 2020 erkrankte und sich mit den Monaten danach herausstellte: „Das wird so bleiben… das geht nicht weg! Einiges wirst du nicht mehr können und der Beruf gehört dazu.“
In diesen Monaten kam auch Covid 19 über das Leben in unserem Land, in unserer Stadt, in unserer Gemeinde. Da häuften sich die Sorgen. Im Vernünftigsein sind wir nun gut geübt… Und die nächsten Monate schaffen wir wohl auch noch mit etwas gutem Willen und dem stärkenden Segen Gottes.
Uns bleibt: Ihnen und Euch herzlich zu danken für die Zeit in Ihrer Gemeinde, für das Leben und Arbeiten mit Euch und Ihnen. Wir hoffen, dass nicht alle Kontakte abbrechen werden und würden uns dann freuen auf ein Wiedersehen

34 Jahre Heliand-Ost, aus der Sicht der Pfarrfrau.

Die evangelische Pfarrfrau, eine aussterbende Spezies. Doch es gab sie und ich bekam zum Einzug von Frau von Stieglitz ein Büchlein von 1934 mit eben diesem Titel - als Leitfaden.
Ich habe in den Jahren so vieles erlebt. Meist schönes, weniger unschönes.
Das Leben in der Stillen Gasse war für eine Familie mit 2 kleinen Kindern ideal.
Ich hatte die große Chance, meinen Mann bei vielen beruflichen Dingen zu begleiten, wer kann das schon?
Konfirmanden-Freizeiten, Kindergottesdienst, Bibelarbeit, Gemeindefeste, Osternacht-Gottesdienste, Spätschicht, Kaulsdorf und Sri Lanka… langweilig wurde es nicht.
Aber ich konnte auch meinen eigenen Vorstellungen und Wünschen nachgehen, z.B. konnte ich eine Krabbelgruppe gründen, die heute noch nach 34 Jahren besteht oder mit dem ökumenischen Chor St. Martin-Heliand wunderbare Gottesdienste mitgestalten.
Der Vorbereitungskreis für den Welt-Gebetstag, oder die Senioren-Adventsfeier lagen mir besonders am Herzen.
Wie gesagt, es war nie langweilig.

Ich habe das Leben mitten in der Gemeinde, inmitten der vielen Menschen genossen!
Vielen Dank für so manches angeregte Gespräch „zwischen Tür und Angel“, oder am Telefon!

Ihre Ulrike und Martin Tulhoff

 

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