St. Reinoldi Kirche

 

St. Reinoldi-Kirche
tmb reinoldi kirche 250Die St. Reinoldi-Kirche hat eine lange und wechselvolle Geschichte, deren Anfänge im Dunkel liegen. Lange vor der Stadtwerdung Dortmunds im 12. und beginnenden 13. Jahrhundert gab es eine Vorgängerkirche. Archäologische Grabungen haben einen Bau aus dem 10. Jahrhundert bestätigt. 1231/1232 ist St. Reinoldi beim großen Stadtbrand zerstört worden, so dass wohl 1262 eine neue dreischiffige Basilika als Ersatz gebaut wurde.

 

 

 

 

 

 

 

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Zwischen 1421 und 1450 wurde der repräsentative Hochchor gebaut und ist dem Baumeister Roseer zugeschrieben worden. Zwei bedeutende Ausstattungsstücke wurden aus dem Vorgängerbau des 13. Jahrhunderts in den Neubau des Chores übernommen: die Figur des heiligen Reinoldus und das Altarretabel. Die Figur von Karl dem Großen – dem legendären Stadtgründer - ist im 15. Jahrhundert dazu gekommen und ist am gegenüberliegenden Chorpfeiler der Reinoldus-Statue aufgestellt worden und prägt seitdem das Innere der Kirche.
1462 wurde das Chorgestühl angefertigt. Auf 1469 ist das Taufbecken datiert.

 

 

 

 

 

tmb triumphkreuzDas Triumphkreuz ist ebenfalls aus dieser Zeit und so auch das Adlerpult. Aus Anfang und Mitte des 15. Jahrhunderts stammt eine Abendmahlskanne und ein Abendmahlskelch. Nach vielen Auseinandersetzungen wurde die Reformation 1562/1570 in St. Reinoldi eingeführt.
Die Geschichte der Reinoldi-Kirche ist eng mit der Geschichte der Stadt verbunden. Durch die Industrialisierung und den Bergbau wuchs die Stadt am Ende des 19. Jahrhunderts. Die St. Reinoldi-Kirche wurde dabei zum Mittelpunkt einer der größten westfälischen evangelischen Gemeinden.

 

 

 

 

 

Durch die große Orgel (5 Manuale und Pedal, 107 klingende Stimmen, von denen 13 als „Echowerk“ auf dem Dachboden der Kirche untergebracht waren, ferner 4 Schwellwerke und 79 Nebenzüge und 7104 klingende Pfeifen, ergänzt durch ein Rückpositiv im Jahr 1939) von der Orgelbaufirma Walcker 1909 gebaut, war St. Reinoldi ein bedeutender Ort der Kirchenmusik. Dies ist eng mit dem Namen von Gerard Bunk verknüpft, der zwischen 1927 und 1958 hier als Kantor wirkte. Bedeutende Organisten wie Max Reger und Albert Schweitzer spielten die Reinoldi-Orgel.
Gesellschaftliche und kirchliche Auseinandersetzungen an und in der St. Reinoldi-Kirche prägten in den beiden ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts das gemeindliche Leben, die deutschlandweit bekannt wurden. Verknüpft sind diese Auseinandersetzungen durch drei von der Gemeinde gewählten Theologen: August Cesar, Gottfried Traube und Emil Fuchs.
Im „Kirchenkampf“ des Dritten Reiches war St. Reinoldi seit 1933 Schauplatz des Streites zwischen der Glaubensbewegung „Deutsche Christen“ und der bekennenden Kirche. Karl Lücking, Pfarrer an St. Reinoldi seit 1929, wurde in dieser Zeit führender Vertreter der Bekennenden Kirche in Westfalen. Ihm zur Seite stand in St. Reinoldi Karl Wilhelm Reinecke, der seit 1935 als Pfarrer an St. Reinoldi wirkte.

Die St. Reinoldi-Kirche wurde im Krieg fast völlig zerstört. 1956 wurde sie wiedereingeweiht nach Plänen des Architekten Herwarth Schulte.

 

tmb hochaltarEin großer Teil der Kunstschätze hatte den Krieg überstanden, da diese frühzeitig ausgelagert waren. 

 

 

 

 

 

Die unschätzbare Orgel war leider verloren. An dessen Stelle trat 1958 eine neue Walcker-Orgel. 1967/68 wurde die umfassende farbige Verglasung von Hans Gottfried von Stockhausen angefertigt, die er in einer kleinen Notiz in einem Fenster dem bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts Karl Barth widmete.

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 Ein Fenster aus der Chorverglasung des mittleren 15. Jahrhunderts ist heute im Turm zu sehen. tmb hochchor 1Die sechs Stahlglocken sind aus dem Jahr 1954, wobei die größte Glocke – die Dreifaltigkeitsglocke – mit einem Durchmesser von 2,52m und einem Gewicht von 6500 kg zu den größten Glocken Deutschlands gehört.
Im Jahr 2009 erhielt St. Reinoldi einen neuen Altartisch und ein zweites Lesepult. Im Augenblick wird die Kirche gründlich renoviert. In den nächsten Jahren steht auch ein Orgelneubau an, der die Nachkriegsorgel aus dem Jahr 1958 ersetzen soll.

 

 

 

 

 

 

 

 
tmb bachchor 1024Die St. Reinoldi-Kirche ist Mittelpunkt der Stadt. Ein öffentlicher Ort, der allen Bürgern und Bürgerinnen offensteht. Die Kirche ist täglich von 10-18 Uhr geöffnet. Ein reiches kirchenmusikalisches Angebot lädt viele Menschen ein. Der renommierte Dortmunder Bachchor (www.dortmunder-bachchor.de) mit seinen vielen anderen Chören bietet eine bunte und farbige Palette der evangelischen Kirchenmusik. Ebenso besteht ein offenes tägliches Seelsorgeangebot in der Kirche. Durch den Bau des Reinoldi-Forums, in dem das Stadtkirchenbüro und die Informationsstelle des Kirchenkreises untergebracht ist, wurden diese über die Grenzen der Gemeinde hinaus offenen Angebote für die Stadtgesellschaft ergänzt. St. Reinoldi ist heute sowohl Gemeindekirche wie auch Ort der Stadtkirchenarbeit des Kirchenkreises.

 

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Nähere Informationen:
Thomas Schilp und Barbara Welzel, „Evangelische Stadtkirche St. Reinoldi in Dortmund“, München. 4. Auflage 2010 – dort auch weitere Literatur
Christian Helbich, „450 Jahre Laienkelch – 450 Jahre Reformation in Dortmund?“, Bielefeld 2013
Johannes Schilling, „Ort der Reformation – Region Ruhr“, Leipzig, 2016
Ernst Brinkmann, „Die Evangelische Kirche im Dortmunder Raum in der Zeit von 1815-1945“, Dortmund, 1979
Siehe auch: www.sanktreinoldi.de

 

 

 

 

 

 

Programm

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Regelmäßige Gottesdienste in unseren Kirchen:

sonntags

Melanchthon 10.00 Uhr

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St. Reinoldi 11.30 Uhr

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St. Reinoldi Dortmund

Was ist Reinoldi?

Die Evangelische Kirchengemeinde St. Reinoldi Dortmund sieht auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurück, die eng verbunden ist mit der St. Reinoldi -Kirche, die Mittelpunkt der Stadt war und ist. Bis ins 10. Jahrhundert reichen die Ursprünge der Kirche zurück. Die folgende wechselvolle Geschichte war eng mit Auf- und Abstieg der Stadt verbunden. Anfang des 20. Jahrhunderts war sie Mittelpunkt der größten evangelischen Gemeinde in Westfalen.
Nach dem Krieg – in dem die St. Reinoldi-Kirche bis auf die Grundmauern zerstört wurde – hat man die Gemeinde in mehrere selbstständige Kirchengemeinden aufgeteilt.
Im Jahr 2007 – durch die Strukturveränderungen in Kirche und Gesellschaft herausgefordert – haben sich die drei Tochtergemeinden Apostel (Körne, Wambel), Heliand (Gartenstadt) und Melanchthon (östliche Innenstadt) mit der Reinoldigemeinde wiedervereinigt. Name, Siegel und Logo der neuen Gemeinde weisen auf den Schutzpatron St. Reinoldus und damit auf die St. Reinoldi-Kirche hin. Bewusst wird damit an die jahrhundertealte Geschichte der Gemeinde angeknüpft und in die Zukunft fortgesetzt.
               

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